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So findest du den passenden Katzennamen

Kaum ein Haustier weist so viel sichtbaren Charakter auf wie eine Katze.

Hunde haben zwar in der Regel auch eine klar ausgeprägte Persönlichkeit und auch Meerschweinchen und Mäuse können eine solche entwickeln.

Katzen aber sind besonders klar in ihren nonverbalen Äußerungen und Eigenheiten.

So einzigartig wie die Katze sollte deshalb auch immer ihr Name sein.

Einen Katzennamen  zu finden ist gar nicht so einfach.

Deswegen hilft dir dabei unser Katzennamen  Ratgeber von Namen-Finder. 

Wie einen passenden Katzennamen finden?

Teilweise erfolgt die Benennung einer Katze auf sehr einfache Weise.

Manchmal drängt sich ein Name schon bei der ersten Begegnung mit einem Tier auf und nur, weil es so niedlich gefallen und anschließend gekullert ist heißt die Katze fortan Purzel.

Manchmal wird der Kinderwunsch nach einer Katze erst sehr viel später als Erwachsener Realität.

Die Katze erhält dann oft den Namen des virtuellen tierischen Begleiters auf Kindertagen.

Oder Du bringst eine Katze mit nach Hause, Deine Tochter deutet auf das Tier und sagt einfach nur: Pümpi.

In diesen Fällen erübrigt sich die Beschäftigung mit Charakter, Rasse, Herkunftsland und allem Übrigen: Die Katze hat dann einfach ihren Namen.

In der Regel verhält es sich aber so, dass ein Name für die Katze erst noch gefunden werden muss. 

Eine Beziehung mit Langer Tradition

Bei der Suche nach einem geeigneten Katzennamen spielt nicht zuletzt das Verhältnis zwischen Mensch und Tier eine wichtige Rolle.

Ausgrabungen in Zypern haben ergeben, dass Hauskatzen bereits vor 9.500 Jahren gehalten wurden.

Als Mäusejäger hatten Katzen über viele Jahrhunderte eine klare Funktion im landwirtschaftlichen Arbeitsleben.

Erst ab etwa er Mitte des Neunzehnten Jahrhunderts wurden Katzen nicht mehr ausschließlich als Arbeitstiere, sondern als reine Haustiere gehalten.

Mit dem veränderten Status ging einher, dass immer mehr Katzen einen eigenen Namen erhielten und somit noch stärker zu einer Art vierbeinigem Familienmitglied wurden.

Der für die Pflege von Katzen betriebene Aufwand nahm mit der Zeit auch immer mehr zu.

Heute gehören Kratzbäume und andere Spielgeräte zum Standard in jedem Haushalt mit einer oder mehreren Katzen.

Diese verstärkte Beschäftigung mit dem Tier findet auch darin Ausdruck, dass auf die Vergabe von Namen an Katzen deutlich mehr Zeit und Mühe verwandt wird als dies noch im letzten Jahrhundert der Fall war.

Die wahl eines Altmodischen Katzennamens?

Natürlich gibt es auch heute noch Halter, die ihre Katze oder ihren Kater Miezi oder Mikesch nennen.

Auch Lucy, Sunny, Tiger, Felix und Kitty lassen sich weiterhin genauso antreffen wie Muschi, Findus oder Krümel. Insgesamt betrachtet nimmt der Anteil „klassischer“ Katzennamen in den letzten Jahrzehnten eher ab.

Der Trend geht klar hin zu Individualität und ein Stück weit sicherlich auch in Richtung Exotik.

Hier lassen sich bei Katzennamen teilweise ähnliche Trends nachweisen wie bei der Benennung des eigenen Nachwuchses.

Das gilt auch und gerade im Hinblick auf das Ausgraben von alten deutschen Namen.

Mehr und mehr Katzen und Kater erhalten heutzutage Namen wie Emil, Fritz, Karl, Lisbeth, Margot, Paula oder auch Herbert.

Wurden Tiere gegenüber Kindern früher dadurch klar abgegrenzt, dass Menschen für Namen bei einem Tier höchstens in einer verniedlichenden Koseform verwendet wurden, werden Haustiere heutzutage oftmals als vollwertige Mitlebewesen betrachtet und behandelt.

Dies hat auch bei der Vergabe von Namen Auswirkungen nach sich gezogen.

Die Volle Freiheit bei der Auswahl von Katzennamen

Bei der Vergabe eines Namens ist man als Halter deutlich freier als als Elternteil eines Kindes.

Bei Letzterem hat das Standesamt im Zweifel immer ein Wörtchen mitzureden.

Dadurch sollen allzu exotische Namensgebungen verhindert werden, die dem betroffenen Kind später zum Nachteil gereichen könnten.

Anders sieht es bei Katzennamen aus. Da diese nirgends in verpflichtender Form offiziell anzugeben sind, kann so gut wie jede Buchstabenkombination bei der Namensvergabe verwendet werden.

Entsprechend bunter und kreativer gestaltet sich die Vielfalt der möglichen Benennungen in diesem Bereich.

Für ein Tier, dass die Freiheit und (relative) Unabhängigkeit so liebt wie eine Katze, ist so viel Freiheit bei der Auswahl des Namens auch wirklich angebracht.

Doch andererseits stellt sich an diesem Punkt die Frage, wie Du Dich dem Namen für Dein Tier annähern sollst, wenn gar keine Begrenzungen bestehen.

Vielleicht eine Frage der Katzenrasse?

Eine Möglichkeit, dem Nachdenken über einen Namen eine bestimmte Richtung vorzugeben ist die Orientierung an der Rasse der Katze.

Häufig weisen hier bereits die Bezeichnungen der Rasse einen bestimmten regionalen Bezug auf.

Dies lässt sich als erster Anhaltspunkt nutzen.

Eine Britisch Kurzhaar benötigt eigentlich schon von der Herkunft der Rasse her einen anderen Namen als eine Perserkatze.

Neben der Geographie können aber auch spezielle Merkmale der jeweiligen Rasse Anlass für eine Namenssuche in einer bestimmten Richtung geben.

Vielzahl weiterer Rassen

Die Liste der verschiedenen Katzenrassen könnte hier noch eine ganze Weile fortgesetzt werden.

Bei Russisch blau und der Sibirischen Katze sind russische Namen zwar kein Muss, aber zumindest eine Überlegung wert.

Gerade in der Russischen Sprache gibt es für so gut wie alle Namen gleich mehrere verniedlichende Koseformen.

Für Boris etwa können dies Bo, Borjan, Borka oder auch Bobsik sein.

Bei Katzen kann aus Galina Galja, Gajunja oder Gala werden.

Für diesen Sprachraum auch nur eine kleine Vorauswahl zu treffen würde daher den Rahmen dieses Artikels bei Weitem sprengen.

Ein weiterer Grund bei der Suche nach Namen von den Rassen wegzukommen ist, dass etwa die Europäische Kurzhaarkatze nicht klar einer bestimmten Region zugeordnet werden kann.

Gleiches gilt für eine Reihe weiterer Arten.

Insofern lohnt es sich, bei der Namensvergabe auch andere Aspekte näher zu betrachten.

Das Wesen zeit sich früh

Wichtig ist beim Namen einer Katze nicht zuletzt, dass er mit dem Wesen des Tiers in Einklang steht.

Die weise Sophie oder die friedliche Irene passen einfach nicht zu einem ausgelassenen Fellball, der keine Gelegenheit zum Spielen auslässt.

Auch wenn der Spieltrieb bei jungen Katzen generell stark ausgeprägt ist, zeigen sich doch bereits im frühen Stadium Unterschiede in Sachen Aufmerksamkeitsspanne und Ausdauer.

Insofern lässt sich zumindest klar feststellen in welche Richtung die Gedanken bei der Namensfindung gehen sollten.

Denn eine freche Lucy lässt sich in aller Regel schnell auch im besonders jungen Tier erkennen.

Wieso geht der Katzennamen alle was an?

Ein neues Haustier ist immer auch ein neues Familienmitglied.

Sicherlich ist die Katze in der Regel immer einer Person zentral zugeordnet.

Solltest Du diese Person sein, ist es trotzdem nett, die anderen Mitglieder in die Namensfindung mit einzubeziehen.

Dies zwingt alle Beteiligten zu einer frühen intensiven Beschäftigung mit dem Tier und es wird eine erste Beziehung aufgebaut.

Wenn keine Einigung erzielt werden kann, ist immer ein Doppelname möglich.

Dies gibt im Zweifel am Ende der Katze die Gelegenheit, sich ihren Lieblingsnamen auszusuchen.

WIe kann man der Katze ihren Namen beibringen?

Dies führt zum nächsten Punkt: Das Beibringen des Namens.

Denn auch wenn eine Katze nicht aufs Wort horcht wie ein Hund, so lässt sie sich doch gerne zum Essen rufen.

Klassische Katzennamen haben dabei einen entscheidenden Vorteil, dass sie meist zweisilbig sind und dabei eine helle Silbe enthalten.

Gerade Kosenamen sind besonders häufig in dieser Weise aufgebaut.

Für die Katze ist eine solche Tonfolge gut zu hören und auch zu merken, weil sie sich von sonstigen Sprachlauten klar unterscheidet.

Aufgrund der Häufigkeit der Anwendung kommt es in der Regel dazu, dass die Katze ihren Namen früher oder später auf sich bezieht und entsprechend reagiert.

Zumindest wenn sie gerade dazu aufgelegt ist.

Immerhin reden wir hier immer noch von einer Katze bzw. einem Kater.

Jede Katze ist Einzigartig

Natürlich gibt es Ranglisten der beliebtesten Katzennamen.

Mangels amtlicher Erfassung haben diese Listen allerdings, anders als bei Menschen, keinen wirklichen statistischen Aussagewert.

Vielmehr sind es oftmals gefühlte Rangfolgen von Namen, die sich häufiger anfinden lassen als andere.

Auch wenn gegen Lilly und Luna wie auch gegen Felix und Tiger nicht grundsätzlich etwas spricht, ist Deine Katze doch etwas mehr Kreativität wert, als einfach nur eine weitere „Mieze“ zu werden, die sich ihren Namen im schlimmsten Fall mit mehreren Tieren ihrer Art in der Nachbarschaft teilt.

Da die Katze Dein Leben hoffentlich für eine Vielzahl von Jahren begleiten wird, ist die Suche nach einem passenden Namen in jedem Fall die dafür aufgewendete Zeit wert.

Umso mehr, als ein gutes Gefühl gibt, einem einzigartigen Geschöpf ein einzigartiges sprachliches Etikett zu verpassen.